Wir beide sind Mitglied bei FOL,“Friends of Laphroaig“. Wenn man sich dort anmeldet erhält man ein sqarefeet Land , welches die Destillerie symbolisch von einem zurückpachtet. Die Pacht beträgt ein Dram Laphroaig Whisky pro Jahr. Und da wir ja schon einmal hier auf Islay sind, haben wir diese Pacht heute bei Laphroaig kassiert. 😉 Der junge Mann an der Theke im Shop freute sich sichtlich, als wir selbstbewusst die Nachweise unserer Parzellen auf die Theke legten und lachend unsere Pacht einforderten. Endlich käme mal jemand und würde diese klar und deutlich verlangen.😊

Es gab zwei schöne Miniaturen des 10-jährigen Laphroaig. Und wenn man schon die Pacht kassiert, schaut man natürlich auch gleich mal nach seinem Land. Dafür stellt einem die Destille sogar Gummistiefel zur Verfügung, da dieses Stückchen Land auf einer großen Moorwiese gelegen ist. Ohne die Gummistiefel gibt es sehr nasse Füße. Mit den auf dem Zertifikat verzeichneten Längen- und Breitengraden sowie Google Maps findet man nach einigem hin und her dann auch seine Parzelle. Natürlich sollte dies fotografisch dokumentiert werden. Da unsere Parzellen etwas auseinanderliegen, war eine Luftaufnahme aus entsprechender Höhe geplant um uns beide auf ein Bild zu bekommen. Einfacher gesagt bzw. geschrieben als ausgeführt. Trotz starken Windes habe ich die DJI Spark aus der Hand gestartet und erst einmal an Höhe gewinnen lassen. Dann fing das Problem jedoch an: Auf dem Smartphone, das als Kontrollmonitor dient, war aus 70 Metern Hlhe zwar viel Wiese erkennbar, aber bei dem schönen Sonnenschein und der geringen Bildschirmgröße nicht unbedingt die winzigen Punkte, zu denen wir geschrumpft waren. Aber nach diversen Überflügen war ich mir sicher, auch Aufnahmen mit uns beiden gemacht zu haben. Das war auch so, aber selbst auf einem größeren Bildschirm muss man sehr genau hinschauen. Egal, es hat uns viel Spaß gemacht dort durch die Moorwiese zu stapfen, unsere Fähnchen auf der Parzelle zu platzieren und mit Sparky dabei herum zu fliegen. Einen kleinen Eindruck vermittelt vielleicht unser kurzes Instagram-Video:  

Danach sind wir zur Destille zurück und haben uns noch einen Kaffee – ja wirklich Kaffee – vor dem Besuchercenter getrunken. Und da die Sonne so schön schien, habe ich ein zweites Mal die Drohne gestartet und auch noch einmal die Gebäude der Destillerie gefilmt und fotografiert. Auch hier erhielt ich eigentlich durchgängig Starkwindwarnungen von der Drohne, aber dieses leichte, kleine Fluggerät hat auch bei hohen Windstärken hervorragende Flugeigenschaften. Man fühlt sich trotz des Windes immer sicher und bleibt Herr der Lage.

Ach ja, frische Eier aus der Mülltonne hatten wir morgens auch noch eingekauft. Ein Farmer hatte diese leuchtend rote Mülltonne deutscher Bauart an der Straße aufgestellt, und man konnte sich die Eier von freilaufenden Hühnern gegen Zahlung von 30 Pence pro Stück herausnehmen. Auch hier wieder vollstes Vertrauen in die Kundschaft; das Geld legt man in eine offene Dose in der Tonne. Eine schöne Idee, die uns zum Kauf von Eiern verleitete, die wir eigentlich gar nicht benötigten. Nun gibt es eben etwas mehr Rührei, Spiegeleier etc. in den nächsten Tagen. Und weil wir von dieser Verkaufstechnik so begeistert waren, sind wir auch noch einmal zum Kildaton Cross gefahren, um uns am dortigen Kuchenbuffet (siehe auch diesen Bericht) gütlich zu tun. Kuchen war lecker, aber leider nur noch eine Tasse Tee vorrätig. Da fragt man sich, was ist jetzt hier die Attraktion, die historischen Gebäude oder der Picknicktisch? 😉

Den Tag abgeschlossen haben wir dann mit einem Spaziergang am Kintra-Beach, der ca. 2 Meilen von unserer Unterkunft entfernt liegt. Sonne, Wolken, Strand und dank des Windes auch schöne Wellen. 😊