Es ist geschafft. Heute Abend sind wir dann endlich mit der MV Finlaggan im sehr kleinen Hafen Port Askaig (siehe Titelbild) auf Islay angekommen. Diesen Bericht schreibe ich schon bequem auf dem Sofa in Bothy Cottage der Ballivicar Farm sitzend. Peak DistrictNachdem wir in Rotterdam mit Sturm und Unwetter verabschiedet wurden, konnten wir am nächsten morgen englischen Boden in Hull betreten bzw. befahren.. England bot uns dann am Freitag alle derzeit verfügbaren Wettervariationen. Bedeckt, windig, Regen und Sonne. Auf dem Weg nach Bromborough bei Liverpool, unserem ersten Zwischenstop, durchqueerten wir den Peak District. Ein schönes Naturschutzgebiet, südlich von Manchester mit teilweise highlandartigem Aussehen. Auf jeden Fall einen Besuch wert, obwohl viele der Stauseen dort, aufgrund der langen Trockenheit wenig bis überhaupt kein Wasser mehr hatten.  Nach Sonne und Regen, klarte es gegen Abend endgültig auf und wir konnten an der DEE-Mündung, hier schon eher eine Meeresbucht, einen Pint Ale im Biergarten nehmen und den Blick auf Wales genießen. Hier liegen z.T. schon seit Jahren, kleine und große Segelyachten und Boote in den Marschen und vergehen so langsam. Durchaus gute Fotomotive, obwohl es einem Bootsbegeisterten wie mir in der Seele wehtut, diese Wracks zu sehen. Am nächsten Morgen ging es dann auf eine lange Tour von Bromborough nach Kennacraig, wo wir dann endlich nach 8 Stunden Fahrt (nur von Tankstops und  einer Rast unterbrochen) auf die Fähre nach Islay fahren konnten. Während der ca 2. Stunden Überfahrt, erhielten wir dann auch Zugang zu volkstümlichen Liedguts Islays. Mehrere Islay-Farmer hatten mit Ihren Schafen und Kälbern wohl an einer Agricultural-Show auf dem Festland teilgenommen und einige der Tiere hatten dort eine Goldmedallie gewonnen. Dies wurde dann bei einem Dram und unter absingen schlüpfriger Lieder auf der Fähre gefeiert. Die Herren hatten sichtlich und hörbar Spaß. Die Rückfahrt mit den Tiertransportern zu den Farmen wird sicherlich sehr beschwingt gewesen sein 🙂